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Essen Motorshow

Ein Sierra. Wer liebt sie nicht?

Das Tuningevent des Jahres … nicht. Die Motorshow ist ein wenig wie das Dinner for One. Alle Jahre wiederkehrender Wahnsinn. Und man weiß genau was Sache ist.

Ein Fox aus Brasilien. Bis auf die Felgen kann der schon was.
Zja. Ist wirklich so. Man weiß einfach nicht mehr, was man dazu noch sagen soll. Und trotzdem fährt man brav dahin, und macht Bilder. Das geht mir inzwischen bei einigen Events so. Ein professioneller Journalist, der ich nicht bin, würde nun Highlights herauspicken und einzelne Autos beschreiben. Aber da lasse ich lieber die Bilder für sich sprechen. Und die Profis. Wir wollen hier ja ohnehin eher aufs Feeling eingehen.
Mal kein Imprezza. Optisch leider eine Terz zu laut für meinen Geschmack.
Wenn es doch immer das angeblich gleiche ist, warum fährt man dann überhaupt auf Veranstaltungen wie die Motorshow? Dafür gibt es triftige Gründe:
Erstens fährt man ja nicht allein dahin. Wenn man dann mit nem Rudel Kollegen die Messe unsicher macht, dann macht das schon Spaß.
Aero und Kübel mit Stil.

Zweitens: Lästern und Staunen. Ja, man staunt. Manchmal, weil einige Umbauten so grandios dumm und unsinnig sind, dass einem zwar kein Quäntchen Respekt übrig bleibt, aber die Kinnlade vor Verwirrung nach unten fällt. Verchromte Bremsscheiben zum Beispiel. Oder Motoren die niemals laufen werden, weil es dem Gold auf dem Krümmer nicht gut täte. Andererseits, dass muss man sich auch eingestehen, steckt da zum Teil sehr viel Kreativität, Können und Stilbewusstsein in einigen Projekten, Und manchmal ist ein Autos zwar nicht mein Sil, aber dennoch schön. Nach dem Motto: Ich mag Miniröcke … aber nicht an mir.
Mini im Minirock. Ok, den würde ich mir auch anziehen.
Drittens: Die jagt nach den Perlen. Bevor man rumrennt und nur ablästert, schaut man lieber auf Details oder auch nach kompletten Autos, die einem wirklich gefallen. Kann man durchaus als eine Art Spiel sehen. Und es macht das Ganze deutlich interessanter.
Zwei Perlen. Ein schöner 200er Volvo und ein - was auch immer das sein mag. Aber geil isser schon. Wenn man da Flokati drüber ziehen würde -, und aus GFK große Ohren basteln? *gnihihi*
Für Leute, die keine Lust haben stundenlang suchen zu müssen, seien die folgenden Orte empfohlen:

- Die Oldtimerhalle 1,mit schönen Klassikern. Ok, Porsche 911 und son Kram stehen natürlich im Vordergrund. Aber auch hier gibt es sehr schöne Wägelchen.
- Der Lamborghinistand, ebenfalls in der Halle 1. Die Klassiker dort machen Spaß. Auch wenn mit die Karren nicht wirklich schön finde, entdeckt man bei den Modellen aus den 60ern und 70ern wunderschöne Details, die es so nur bei Lambo gab.
- Die Galeria: Ein lichtdurchfluteter Schlauch, gefüllt mit Customs, Lowridern, Hot-Rods und Ratten. Die Galeria sollte auf jeden Fall einer der ersten Anlaufpunkte sein.
- Der Keller (Halle 1A): Hier findet man die mitunter wahnsinnigsten Karren. Etwa ein Golf (Golf 5, 6 oder 7, die Scheiße sieht sich doch eh zum Verwechseln ähnlich) der im Dunkeln leuchtet, exotische Volkswagen aus Brasilien und Musclecars in harmonischer Coexistenz mit auf dem Boden geworfenen Youngtimern. Nie lagen Synapsentango und Freude so nah beieinander.

Schlussendlich nun die Frage, ob man sich die EMS antun sollte. Ich sage ja, aber besser alle zwei Jahre, wenn man kein echter Szenenerd ist. Es gibt dort wirklich was zu sehen. Vieles zum Lachen, anderes zum Kopfschütteln und manches eben auch zum Staunen. Mit ner Pause zwischendurch würde es bestimmt auch mehr pfeffern. Naja, das wäre es an sich. Ich lasse jetzt die Bilder sprechen, bevor ich mich wiederhole... 
Der Trabbi von unserem Leser Herrn Schöne.
Der Golf von Rat Look Germany ist inzwischen auch kein Unbekannter mehr.
Bild und Text: CW

Denis und sein W124

Wenn es ein Auto gibt, dass auf Bamako-Motors.de seine Berechtigung hat, dann ist es der W124 mit seinem unverwüstlichen 5-Zyl. Dieselaggregat. Dass dieses Exemplar abseits der Liebhabergesellschaft schwimmt und als komplett durchkonzeptionierte Endzeit-Copkarre daher kommt passt uns natürlich besonders gut.


Kultkarrentreffen in Bottrop

Die Jungs riefen zum Saisonauftakt ... und wir kamen. Ob das so gewollt war? Ich weiß es auch nicht.

Zeitgeist aus den 70ern.

Der Pott ist kultig, dreckig, runtergekommen und in seinen Wurzeln heiter bis spießig. Son bisschen wie ein alter Rekord. Und so passt das Kultkarrentreffen an sich super in diese Region.
SL kann jeder. Wirklich selten ist dagegen dieser "Exot". Hundeknochen Escort als Tournier.
Dass das Ganze auf dem Hof eines noblen bayrischen Autobauers stattfand, wollte sich nicht so ganz in das Gesamtbild einfügen. Da es sich bei dem Autohaus um einen offiziellen Partner von Kultkarren handelt ging das aber auch klar. Es hatte zudem den großen Vorteil, dass gepflegte WCs zur Verfügung standen. Ebenso leicht unpassend wirkten der Parfümstand und ein Handtaschendealer im Showroom. Ganz toll waren die Angebote für die Kleinen. Die konnten zum Beispiel mit einer ganzen Armada Bobbycars die Verkaufshalle unsicher machen.