Gute Nacht Halle 8 | Techno Classica 2018
Natürlich waren wir auch dieses Jahr nicht untätig und haben zusammen mit Kle berichtet von der Techno Classica 2018 in Essen vom Clubstand des Fusselforums. Inklusive wilder Impressionen vom Stand und einer Umfrage mit Nils und Wuifi zum Abriss von Halle 8, in der die Clubstände bis dato untergebracht waren. Was andere Clubs davon halten und was sie von der Siha in den nächsten Jahren erwarten - das erfahrt Ihr hier.
Techno Classica 2014 in Essen
Zahlreiche Oldtimerenthusiasten fanden ihre Klassiker ausgeschlachtet auf dem Messegelände vor. Wie konnte es dazu kommen? Was sagen die Betroffenen dazu? Und wie sieht der aktuelle Ermittlungsstand der Polizei aus?
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| Ponton in einem jämmerlichen Zustand! |
Torben G. traute seinen Auge
kaum, als er zu Messebeginn am Donnerstag den Stand des Fusselforums,
einer namhaften Vereinigung von Old- & Youngtimer-Freunden, die
besonders für Ihre gepflegten Fahrzeuge bekannt sind, betrat. Dort
fand der gelernte Karosseriebauer seinen VW Derby in einem desolaten
Zustand vor. Anbauteile wie Stoßstangen, Kühlergrill die
charakteristische Zierleiste an der Haube des Klassikers fehlten. Der
größte Schock war allerdings der Verlust der Dachhaut. Die dreisten
Diebe schnitten sie einfach an Ort und Stelle heraus und ließen das
Fahrzeug unbedeckt zurück! Er sollte aber nicht das einzige Opfer an
diesem Tag bleiben. Seinen Foren- und Ausstellerkollegen „Grimm“
und Nils erging es nicht besser: An dem von Herrn Grimm ausgestellten
Exponat, einem sehr seltenen VW Passat 32b Variant, fehlten ebenfalls
der Grill und die Stoßstangen und an der Rarität von Nils' VW Buggy
wurde das 30 PS starke Käfertriebwerk einfach entfernt.
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| Torben G.freut sich über die Schützenhilfe seiner Kollegen. "Dank ihnen habe ich wieder ein Dach über dem Kopf." |
„Gott
sei dank gibt es in unserem Forum einen großen Zusammenhalt und so
schafften wir es, die Fahrzeuge in einen vorzeigbaren zustand zu
versetzen“, gibt Herr G. erleichtert zu Protokoll. „Wir starteten
im Forum einen Spendenaufruf und so kamen schnell einige Teile
zusammen. Hier schauen Sie!“, Torben G. deutet auf den Passat seines
Kollegen. „Wir konnten bei diesem Wagen 100% der Fehlteile
ersetzen. Das die nicht immer original sind, dürfte kaum jemandem
hier auffallen. Und bei dem Buggy haben wir einfach einen Ford V6
installiert.“
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| Der Buggy mit neuem Herz. |
Auf die Frage, wie er die Dachhaut seines
Derby so schnell instandsetzen konnte, erklärt der Norddeutsche nur
kurz mit einem süffisanten Lächeln : „Wissen Sie, in einer
Gemeinschaft ist sowas kein Problem, ein Twingofaltdach, etwas
Spachtelmasse und ein paar Blisterverpackungen für die Verglasung
reichten aus, um den Wagen vorerst zu komplettieren.
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| Herr Grimms Passat 32b. Fast wie Neu steht er nach der Spendenaktion auf den 145er Sportreifen. |
So
glimpflich das ganze für die Fusseltuner auch ausgegangen sein mag,
sie waren nicht die einzigen Opfer.
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| Um Spuren zu verwischen wurde diese Pagode in Brand gesetzt. |
Überall auf dem
Messegelände fanden sich Spuren der nächtlichen Schlachtaktion.
Dass die Täter dabei sehr koordiniert und schnell vorgegangen sein
müssen, beweist alleine die Anzahl und das Ausmaß der
Schlachtungen.
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| Die Polizei gibt nur widerwillig Informationen heraus. |
Doch was sagen die zuständigen Behörden zu
solch besitzverachtender Dreistigkeit? Zunächst wollte uns die
Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen keine Auskünfte geben.
Dem investigativen Gonzo-Journalismus seitens unserer Mitarbeiter
hier bei Bamako Motors, ist es geschuldet, dass Herr Wachtmeister F.
aus E. hinter vorgehaltener Hand zugab, dass wenig Hoffnung bestünde,
die Täter dingfest zu machen: „Wir konzentrieren unsere
Ermittlungen auf das Restauratorenmilieu. Die Szene ist allerdings
sehr unübersichtlich. Da besteht wenig Grund zur Hoffnung.“
Bei all den Hiobsbotschaften gab es aber auch ein kleines Happy-End. Eines der seltensten und wertvollsten Fahrzeuge der Messe blieb unangetastet. Es wäre auch wirklich schade um diesen Sierra gewesen.
Bei all den Hiobsbotschaften gab es aber auch ein kleines Happy-End. Eines der seltensten und wertvollsten Fahrzeuge der Messe blieb unangetastet. Es wäre auch wirklich schade um diesen Sierra gewesen.
Text/Fotos: CVS
Korrektur: WFE/DRB
Korrektur: WFE/DRB
Essen Motorshow
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| Ein Sierra. Wer liebt sie nicht? |
Das Tuningevent des Jahres … nicht. Die Motorshow ist ein wenig wie das Dinner for One. Alle Jahre wiederkehrender Wahnsinn. Und man weiß genau was Sache ist.
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| Ein Fox aus Brasilien. Bis auf die Felgen kann der schon was. |
Zja. Ist wirklich so. Man weiß
einfach nicht mehr, was man dazu noch sagen soll. Und trotzdem fährt
man brav dahin, und macht Bilder. Das geht mir inzwischen bei einigen
Events so. Ein professioneller Journalist, der ich nicht bin, würde
nun Highlights herauspicken und einzelne Autos beschreiben. Aber da
lasse ich lieber die Bilder für sich sprechen. Und die Profis. Wir
wollen hier ja ohnehin eher aufs Feeling eingehen.
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| Mal kein Imprezza. Optisch leider eine Terz zu laut für meinen Geschmack. |
Wenn es
doch immer das angeblich gleiche ist, warum fährt man dann überhaupt
auf Veranstaltungen wie die Motorshow? Dafür gibt es triftige
Gründe:
Erstens fährt man ja nicht allein dahin. Wenn man dann mit nem Rudel Kollegen die Messe unsicher macht, dann macht das schon Spaß.
Erstens fährt man ja nicht allein dahin. Wenn man dann mit nem Rudel Kollegen die Messe unsicher macht, dann macht das schon Spaß.
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| Aero und Kübel mit Stil. |

Zweitens: Lästern und Staunen. Ja, man staunt. Manchmal, weil einige Umbauten so grandios dumm und unsinnig sind, dass einem zwar kein Quäntchen Respekt übrig bleibt, aber die Kinnlade vor Verwirrung nach unten fällt. Verchromte Bremsscheiben zum Beispiel. Oder Motoren die niemals laufen werden, weil es dem Gold auf dem Krümmer nicht gut täte. Andererseits, dass muss man sich auch eingestehen, steckt da zum Teil sehr viel Kreativität, Können und Stilbewusstsein in einigen Projekten, Und manchmal ist ein Autos zwar nicht mein Sil, aber dennoch schön. Nach dem Motto: Ich mag Miniröcke … aber nicht an mir.
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| Mini im Minirock. Ok, den würde ich mir auch anziehen. |
Drittens: Die jagt
nach den Perlen. Bevor man rumrennt und nur ablästert, schaut man
lieber auf Details oder auch nach kompletten Autos, die einem
wirklich gefallen. Kann man durchaus als eine Art Spiel sehen. Und es
macht das Ganze deutlich interessanter.
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| Zwei Perlen. Ein schöner 200er Volvo und ein - was auch immer das sein mag. Aber geil isser schon. Wenn man da Flokati drüber ziehen würde -, und aus GFK große Ohren basteln? *gnihihi* |
Für Leute, die keine
Lust haben stundenlang suchen zu müssen, seien die folgenden Orte
empfohlen:
- Die Oldtimerhalle 1,mit schönen Klassikern. Ok, Porsche 911 und son Kram stehen natürlich im Vordergrund. Aber auch hier gibt es sehr schöne Wägelchen.
- Der Lamborghinistand, ebenfalls in der Halle 1. Die Klassiker dort machen Spaß. Auch wenn mit die Karren nicht wirklich schön finde, entdeckt man bei den Modellen aus den 60ern und 70ern wunderschöne Details, die es so nur bei Lambo gab.
- Die Galeria: Ein lichtdurchfluteter Schlauch, gefüllt mit Customs, Lowridern, Hot-Rods und Ratten. Die Galeria sollte auf jeden Fall einer der ersten Anlaufpunkte sein.
- Der Keller (Halle 1A): Hier findet man die mitunter wahnsinnigsten Karren. Etwa ein Golf (Golf 5, 6 oder 7, die Scheiße sieht sich doch eh zum Verwechseln ähnlich) der im Dunkeln leuchtet, exotische Volkswagen aus Brasilien und Musclecars in harmonischer Coexistenz mit auf dem Boden geworfenen Youngtimern. Nie lagen Synapsentango und Freude so nah beieinander.
- Die Oldtimerhalle 1,mit schönen Klassikern. Ok, Porsche 911 und son Kram stehen natürlich im Vordergrund. Aber auch hier gibt es sehr schöne Wägelchen.
- Der Lamborghinistand, ebenfalls in der Halle 1. Die Klassiker dort machen Spaß. Auch wenn mit die Karren nicht wirklich schön finde, entdeckt man bei den Modellen aus den 60ern und 70ern wunderschöne Details, die es so nur bei Lambo gab.
- Die Galeria: Ein lichtdurchfluteter Schlauch, gefüllt mit Customs, Lowridern, Hot-Rods und Ratten. Die Galeria sollte auf jeden Fall einer der ersten Anlaufpunkte sein.
- Der Keller (Halle 1A): Hier findet man die mitunter wahnsinnigsten Karren. Etwa ein Golf (Golf 5, 6 oder 7, die Scheiße sieht sich doch eh zum Verwechseln ähnlich) der im Dunkeln leuchtet, exotische Volkswagen aus Brasilien und Musclecars in harmonischer Coexistenz mit auf dem Boden geworfenen Youngtimern. Nie lagen Synapsentango und Freude so nah beieinander.


Schlussendlich nun die Frage, ob man sich die EMS antun sollte. Ich sage ja, aber besser alle zwei Jahre, wenn man kein echter Szenenerd ist. Es gibt dort wirklich was zu sehen. Vieles zum Lachen, anderes zum Kopfschütteln und manches eben auch zum Staunen. Mit ner Pause zwischendurch würde es bestimmt auch mehr pfeffern. Naja, das wäre es an sich. Ich lasse jetzt die Bilder sprechen, bevor ich mich wiederhole...
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| Der Trabbi von unserem Leser Herrn Schöne. |
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| Der Golf von Rat Look Germany ist inzwischen auch kein Unbekannter mehr. |
Bild und Text: CW
Holgers und Pias Bohse Eurostar.
Die Geschichte um ein skurriles Gefährt, einen Landkreis flacher als Mario Barths Witze und ein Paar, dass sich einen Traum erfüllte.
Ich war gerade auf Heimaturlaub. Die Nacht war hart und lang und ich wollte an und für sich nur mal schnell Kippen kaufen, war ungeduscht und hatte nicht mal Socken an. Und so fuhr ich miefend durch die Meppener Innenstadt als ich plötzlich ein Ufo am Straßenrand ausmachte. Sofort das Auto geparkt, die Spiegelreflex rausgeholt und Bilder gemacht. Klitz, klitz, klitz machte die Kamera und ich tauchte immer weiter in die Details dieses merkwürdigen Fahrzeugs ein. Sind das nicht Lada Scheinwerfer? Hmm, die Rücklichter kommen offensichtlich auch von Lada. Und der Radstand und die Proportionen stimmen ebenfalls.Von meinen Aktivitäten angelockt stand dann auch kurze Zeit später Holger neben mir. Was der wohl gedacht hat, als er den strubbeligen Typen neben seinem Auto herumfuhrwerken sah. Was auch immer in seinem Kopf vorging, er verscheuchte mich nicht, sondern offenbarte nach kurzem Smalltalk, in dem ich offenbar durchblicken ließ, wie cool ich das Gerät finde, dass er der Besitzer ist und dass er und seine Frau Pia ohnehin noch Bilder machen wollten. So kam nach und nach Licht ins Dunkel.
Reisen wir in das Emsland der 80er Jahre. Da gab es einen kleinen Hersteller von Spezialkarossen Namens Bohse. Dieser stellte Freizeit- und Spaßfahrzeuge her. Und der Name des Fahrzeugs lautete Eurostar. Hört sich in meinen Ohren eher nach einen Lastwagen an als nach einem Auto, welches Spaß machen sollte. Naja, so sind die Emsländer halt. Grundsätzlich haben sie gute und mitunter auch ausgefallene Geschäftsideen. Aber bei Firmen- und Produknamen sind sie so oft etwas nüchtern, wenn sie nicht gerade auf Erzeugnisse aus Haselünne* zurückgreifen.
(*Für den weniger versierten Schnapskenner: In Haselünne werden unter anderem Rosche und Berentzen gebrannt.)
Ursprünglich basierte das Auto auf dem Golf 1, von dem sich die Firma Bohse gebrauchte Exemplare zulegte. Diese mussten erstmal zerschnitten, verlängert und versteift werden, was einen hohen Arbeitsaufwand bedeutete. Zudem war die Technik natürlich nicht ladenneu. Und so machte sich Bohse auf die Suche nach einer anderen Basis. Schlussendlich wurden sie beim damaligen Klassenfeind fündig und die die Wahl fiel auf den russischen Lada Nova.
Er war robust und billig. Für knappe 5000 Mark konnte die Firma unverzollte Exemplare bei Lada beziehen. Nun hatte man einen fabrikneuen Ausgangspunkt mit den richtigen Proportionen. Wie auch beim Golf wurden Teile der Karosserie heruntergeschnitten und der Rest versteift. Zudem hielt ein Überrollkäfig Einzug und zum Schluss wurde das GFK-Häuschen übergestreift.
Der Wagen kam vom Werk aus sehr nackt daher. Luxus wie ein Autoradio, ein Verdeck oder gar Türen kosteten Aufpreis. Und so wurde dieser windige Geselle auch offiziell nur im Ausland angeboten. In sonnigen Ländern gab es durchaus einen kleinen Markt für solche Fahrzeuge. Insgesamt konnten dann auch 200 Exemplare ausgeliefert werden.
Holgers Eurostar hingegen kommt aus Kassel. Schon früh interessierte ihn der Wagen, von dem er irgendwann in seiner Kindheit mal gelesen hatte. Der Name geriet mit der Zeit in Vergessenheit, aber niemals das Auto. Und wie das so ist, rückt plötzlich ein Kindheitstraum wieder in den Fokus. Genau dann, wenn man nicht damit rechnet. Beim Stöbern in diesem ominösen Internetz stieß er auf eine Anzeige, in dem ein Eurostar inseriert wurde. Das Auto stand wie gesagt in Kassel, sollte 3000 Flocken kosten und war Holger und Pia dann doch zu teuer. Mit der Zeit sank der Preis und als er dann bei 1000 Euro angekommen war, schlug das Paar zu. Wallstreet Style, könnte man sagen. Manchmal zahlen sich Geduld und Nervenstärke eben aus.
Und das war wirklich ein guter Kauf. Technisch gab es zwar das Eine oder Andere zu machen und etwas Patina hatte der Gute auch angesetzt, aber das Ladablech unter dem Kunststoff hatte die Jahre gut überstanden. lediglich im Fußraum gab es was zu tun und ein kleiner Riss in der GFK-Karosserie musste auch geflickt werden.
Pia kümmerte sich um Detailarbeiten, während Holger sich auf die Suche nach Ersatzteilen für die Technik machte. Günstig sollte es sein und so war der erste Gedanke, dass Gebrauchtwaren eingekauft würden. Das stellte sich schnell als Blödsinn heraus, da es für den Nova alles neu für kleines Geld gibt. Und so geriet Holger in Shoppinglaune.
Inzwischen genießen die beiden ihren Targa Pickup bei gutem Wetter und manchmal auch bei schlechtem. Die Heizung hat keine Chance bei niedrigen Teperaturen, so dass man sich auch bei geschlossenem Verdeck dick einmummeln muss. Interessant ist allerdings, dass man, solange man fährt, nicht nass wird.
Tja, was ist das Beste an diesem Auto? Ist es sein Seltenheitswert? Ist es, dass er skurriler nicht sein könnte? Ist es der Freiluftspaß? Immerhin kann man Z1 like ein Bein während der Fahrt herausbaumeln lassen. Für Pia und Holger dürfte es wohl alles zusammen sein. Denn wenn die Karre läuft, der Wind durch die Haare weht und die Passanten gaffen, als wäre da gerade ein Ufo gelandet, ja spätestens dann hat der emsländische Lada gnadenlos jeden Pagoden Benz weggerockt.
PROST!
Mehr Infos zur Emsländischen Altautoszene bekommt ihr unter anderem auf www.kult-blech-szene.de - Schrauber mit Toleranz. Egal ob rattiger T2, spitzen Sierra, 1993er E-Klasse oder getunter 1er Golf. Bis auf Spielverderber sind dort fast alle willkommen.
Fotos/Text: CW
Renés /8
Der „Motor“ meines Fiat verstummte nach 470 Kilometern Autobahn. Technobeats und Rockrythmen erfüllten die Luft. Und um uns herum das geordnete Chaos. Wir fanden uns in der Warteschlange zum Rust and Roll wieder. Ich stieg aus und ließ meinen Blick schweifen. Golf 1, 2, 3, 4 und Polos in allen Verwesungszuständen soweit das Auge reichte. Doch etwas stimmte nicht. Ich stutzte, und dann sah ich es. Inmitten dieser homogenen VW-Zombiehorde lauerte ein Monster und entließ schwarze Rauchschwaden in den strahlend blauen Sommerhimmel. Kurz darauf kam mein Kollege auf mich zu. Er war seinerseits mit einem Mercedes Diesel angereist und schon ein paar Stunden eher da gewesen. „Ich hab da schon was, was wir unbedingt fotografieren müssen!“ Und ich wusste schon was er sagen würde. Der Purple Diesel Eater.
Sandmanns Welt
Hach. Ein kleiner Spießer ist er schon, der Sandmann. Ist aber nicht schlimm, denn Humor und Stil wiegen das problemlos wieder auf. Ich entdeckte den Herrn erst vor wenigen Tagen und habe bereits die eine oder andere Stunde auf seinem Blog verbracht.Was sich dahinter verbirgt, beschreibt er selbst am besten:
„Meine Geschichten drehen sich um Kleinigkeiten des Alltags, liebenswerte Details, manchmal schräg und manchmal auch traurig. Das Leben bietet viel mehr als nur Autos, aber sie umgeben mich und ich lebe mit ihnen.“
Und das macht den Blog so gut. Denn alte Autos sind mehr als Zahlen, Technik und Modellgeschichte. Altwagen sind eine Passion. Und das bringt der Sandmann vorzüglich rüber. Klickt auf:
http://www.sandmanns-welt.de
Fusselblog
Für alle, die ihn noch nicht kennen, müssen wir natürlich unseren Kumpel Bernd „KLE“ Frank nochmal anpreisen. Auf seinem Blog http://www.fusselblog.de stellt er beinahe täglich Neuigkeiten aus seiner „Schrauberhölle“ genannten Werkstatt vor. Sein besonderes Steckenpferd sind alte Passat, was nicht bedeutet, dass die automobile Welt für ihn dort endet. Ein aktuelles Projekt ist beispielsweise ein Hot Rod auf Framobasis. Wichtig ist ihm dabei immer, dass man möglichst günstig ans Ziel kommt. Deshalb wird auch mit der namensgebenden Fusselrolle lackiert. Schön ist, dass der symphatische Chaot stets mit einer Priese Selbstironie an die Sache herangeht und sich auch nicht zu schade ist einzugestehen, dass er Scheiße gebaut hat. Das macht die ganze Schose erst wirklich sympathisch. Wer Spaß am unkonventionellen Umgang mit Old- und Youngtimern hat sollte sich dort unbedingt mal umsehen.http://www.fusselblog.de
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