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Bernd „KLE“ Franks Fiat Panda

Manchmal bindet man sich Dinge ans Bein, bei denen man sich wenig später fragt, warum man das nur gemacht hat. So geht es Bernd mit seiner „Sackratte“. Ein mit Sackleinen bezogener Fiat Panda. Es folgt eine Geschichte über Leid, Ehre, Hass und ein klein wenig Liebe.



Der Kaffee ist auf. 

Machs gut, Motor Maniacs.


So sehr ich zuletzt auch über die "Maniacs" gemeckert habe, umso mehr bedaure ich den Entschluss dieses Format einzustellen. Vor einigen Jahren hielt ich das erste Magazin in den Händen. Und ich war begeistert. Auch die Monate und beinahe Jahre danach nahm die Begeisterung nur leicht ab. Rocker-Opel, Amischlitten und kranke Benz-Kreationen zusammen mit abgerockten Japankarren. Das hatte kein anderes Mag zu bieten.

Ich bekam fast Nasenbluten vor Frust, wenn mein Zeitschriftendealer seine Regale zum Release noch nicht aufgefüllt hatte. Doch woher kam die anfängliche Begeisterung? Daher, dass die Maniacs, anders als beispielsweise Chrom und Flammen oder die Youngtimer, auf verschiedene Pferde setze. Es war Abwechselung vorhanden. Zwischendurch ein Hauch von gefühlter Anarchie bei der Themenauswahl. Zumindest im Vergleich mit anderen Zeitschriften, die das Thema Altauto behandelten.

Zudem fand ich es immer begeisternd, dass die Texte größtenteils eine persönliche Note hatten. Unvergessen bleibt für mich der rührende Artikel über den Rollstuhlfahrer der mit viel Geduld und der Hilfe seiner Freunde seinen Traum von eigenen Dragracer auf Audi V8 Basis erschuf. Mit Ami V8 statt Audipower. Das rührte einen und sorgte dafür, dass man sich mit dem Auto und dem Fahrer – und nicht zuletzt auch mit dem Magazin – verbunden fühlte. Diesen Kunstgriff beherrschen nicht Viele.

Außerdem gab es da noch die Fotos, nicht so Hochglanz wie das Abgefahren-Magazin aber trotzdem immer eine Augenweise. Das Gesamtkonzept stimmte.

Als dann auch noch meine Karre bei den Leserbriefen dick und fett abgebildet wurde und auf der Webseite als Opener für diese Kategorie erschien war dann natürlich besonders toll für mich. Dabei war das nur ein schnöder Omega A. Außerdem war das Mag auch immer eine Inspiration für Ideen und lehrreich auf verschiedenen Ebenen. Aber nicht nur für mich.

Als ich ältere Ausgaben Kindern aus dem Bekanntenkreis überließ, damit die mal sehen wie echte „Hot Wheels“ ausschauen, erntete ich große glänzende Augen. Immer und immer wieder lasen wir zusammen die alten Schinken durch bis sie beinahe auseinanderfielen. Mit den Mädels schnitt ich zum Schluss Bilder aus und bastelte die coolsten Handtaschen der Nachbarschaft daraus und die Jungs konnten gar nichts anderes mehr malen als vergammelte Hot-Rods statt verspoilerte Rennwagen.

Irgendwann geriet die Balance ins Wanken. Plötzlich waren nur noch kleinere Kaufberatungen über "Euros" vorhanden und der ganze Rest wurde (gefühlt) mit Amischlitten und Hot Rods aufgefüllt. Versteht mich nicht falsch. Auch diese Karren sind toll. Aber es wurde zu einheitlich. Es passierte genau das, was mich bei den ganzen anderen Mag's störte. Die bunte Mischung wich immer mehr einem zielgruppenorientierten Einheitsbrei. Noch immer mit kleineren Ausnahmen wie den Leichenwagen vom KLE oder verrückten Buggys. Aber ihr merkt schon. Man kann es leicht aufzählen. Ob das der Todesstoß war? Keine Ahnung. Ich stecke da ja nicht drin. Da mag es tausende Gründe geben. Darum lasse ich weitere Spekulationen und würdige die Arbeit der Autoren und Fotografen, die sich ja nun leider auch erst mal andere Plattformen suchen müssen. Besonders die freien Mitarbeiter.

Aber trotz aller Häme der letzten 1,5 Jahre habe ich trotzdem meine Motor Maniacs vom Bahnhofskiosk abgeholt. Schade das auch dieses Ritual jetzt obsolet ist. Mach es gut Motor Maniacs. Und danke für die tollen Stunden mit dir.

Unser Messebericht zur

Diese Messe war der Knaller. Nicht unbedingt wegen der Exponate, sondern weil wir inzwischen das dritte Mal mit dem Fusselforum richtig Party gemacht haben. Doch nicht nur unser Stand war sehenswert. Kommt mit auf unseren Messerundgang.


Aus dem Tagebuch eines Standbetreuers:

Du bewegst dich langsam, behände, immer darauf bedacht nichts und niemanden zu berühren. Vor dir schlurfen unförmige Individuen. Sie bleiben plötzlich, ohne ersichtlichen Grund, stehen. Ein vorbeikommen scheint unmöglich, denn die Gruppe breitet sich über den gesamten Gehweg aus. Die Gestalten drehen sich mal dahin, mal dorthin. Und der Gestank von Verwesung dringt penetrant in deine Nase. 

Interview mit KLE, Miss SixSixSix und Denis von "Old Cars - Young Blood" zum Thema

Es geht weiter. In zweiten Teil stellen sich KLE, Crissi und Denis Themen wie Ideenklau, Trailerqueens und Traumtänzerei. Wer nicht weiß, wer die drei Chaoten sind, klickt einfach den ersten Teil an. Dort wird jeder kurz vorgestellt. 

 

Interview (Teil 1) mit KLE, Miss SixSixSix und Denis von "Old Cars - Young Blood" zum Thema

Ratten sind ein Phänomen. Im Internet bekommt der geneigte Konsument sehr schnell das Gefühl, dass sie inzwischen zum Alltag gehören. Und online sowie auf Treffen trifft das sicherlich auch zu. In der freien Wildbahn, also in der Realität, gehören diese Autos jedoch noch lange nicht zum allgemeinen Straßenbild. Selbst im Vergleich zu „konventionell“ getunten Kisten. Weswegen man damit auch vorzüglich auffällt und ganz und gar nicht zum Tuning-Establishment passt. Gehört zu dieser Subkultur eventuell doch mehr als man auf den ersten Blick erkennen kann?